Dieses Werk setzt dort an, wo das Sozialrecht im juristischen Alltag beginnt: bei der konkreten Fallbearbeitung, bei praktischen Fragen und insbesondere beim rechtssicheren Umgang mit komplexen Leistungsansprüchen. »Grundwissen Sozialrecht« bietet einen verständlichen, strukturierten und zugleich kompakten Zugang zu einem Rechtsgebiet, das – trotz seines Rufs als sperrig und unübersichtlich – hochdynamisch, politisch brisant und gesellschaftlich unverzichtbar ist.
Die Grundlagen aller Sozialgesetzbücher im Überblick
Ob Krankenversicherung, Grundsicherung, Renten- oder Pflegeleistungen, Rehabilitation, Kinder- und Jugendhilfe oder das neue Soziale Entschädigungsrecht: Das Werk erläutert die Grundlagen der einzelnen Sozialgesetzbücher ebenso wie die systematischen Zusammenhänge, die durch deren Kodifizierung geschaffen wurden.
Mit Fallbeispielen und Klausuren
Dabei verbindet es theoretische Fundierung mit klaren, anwendungsorientierten Hinweisen für die tägliche Praxis sowie mit zahlreichen Abbildungen, Fallbeispielen, Übungen mit Lösungsvorschlägen und drei umfangreichen Klausuren – ideal für Studierende, Beschäftigte der Sozialverwaltung, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger, Referendarinnen und Referendare, sowie alle Personen, die regelmäßig mit sozialrechtlichen Entscheidungen befasst sind.
Sozialrecht als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit
Die Bedeutung des Sozialrechts geht weit über die Sicherung existenzieller Leistungen hinaus. Es ist Ausdruck sozialer Gerechtigkeit, schützt Grundrechte, erhält gesellschaftliche Teilhabe aufrecht und trägt zur Stabilität der Demokratie bei. Angesichts der demografischen Entwicklungen, der zunehmenden Diversität, Digitalisierung, Globalisierung und neuer sozialer Risiken steht der deutsche Sozialstaat vor grundlegenden Herausforderungen. Dieses Werk zeigt, wie das Sozialrecht jene Entwicklungen aufgreift, wie Rechtsprechung und Gesetzgebung darauf reagieren – und welche Chancen sich hieraus ergeben.
Sozialrecht als tragende Säule der Gesellschaft
Das Sozialrecht zählt zu den tragenden Säulen des deutschen Rechtsstaats – und doch fristet es in Ausbildung und Praxis häufig ein Schattendasein. Bereits 1973 stellte Rechtsanwalt Konrad Redeker im Rahmen des 37. Deutschen Anwaltstags fest, dass kompetente anwaltliche Beratung im Sozialrecht rar sei. Über fünf Jahrzehnte später hat dieser Befund kaum an Aktualität verloren: Nur ein Bruchteil der Juristinnen und Juristen arbeitet in diesem zentralen Rechtsgebiet, obwohl die meisten Bereiche unseres Lebens Berührungs- und Anknüpfungspunkte zum Sozialrecht aufweisen.
Wichtiger Leitfaden für Quereinsteiger
»Grundwissen Sozialrecht« bietet einen kompakten, praxisnahen und zugleich vorausschauenden Überblick über ein Rechtsgebiet, welches das gesellschaftliche Zusammenleben wie kaum ein anderes prägt. Es lädt dazu ein, das Sozialrecht nicht als Randgebiet, sondern als lebendigen Kernbereich des Öffentlichen Rechts neu zu entdecken sowie zu interpretieren – verständlich, handlungsorientiert und unverzichtbar für die tägliche Rechtspraxis.
Wegweisender Leitfaden zum Sozialverfahrensrecht
Das Buch rückt das Sozialverwaltungs- und das Sozialgerichtsverfahren in den Mittelpunkt. Proberichterinnen und -richter, aber auch Quereinsteiger, die aus anderen Gerichtsbarkeiten an ein Sozialgericht wechseln, können sich mit diesem praktischen Wegweiser schnell in die zahlreichen Sonderregelungen und die umfangreiche Rechtsprechung einarbeiten.
Mit wichtigen Hinweisen zum elektronischen Rechtsverkehr
Die umfassende Darstellung vermittelt sowohl fundierte Grundkenntnisse über Aufbau und Funktion der Sozialgerichte sowie über das Sozialverwaltungsverfahren als auch Detailwissen zum Klageverfahren. Der Schwerpunkt liegt dabei stets auf einer praxisgerechten Betrachtung der Materie. Zahlreiche Muster für die Antragstellung und anschauliche Praxisbeispiele helfen bei der täglichen Arbeit. Zunehmende Bedeutung gewinnt auch der elektronische Rechtsverkehr, worauf der Wegweiser ausführlich eingeht.
Der Leitfaden wird durch einen Überblick über die im Sozialgerichtsverfahren zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfe und nicht zuletzt durch die für Praktiker wichtige Darstellung der Kostenfrage abgerundet.
Kompetentes Autorenteam
Das Autorenteam ist langjährig in der Sozialgerichtsbarkeit tätig. Es arbeitet aus der Vielzahl der Verfahrensnormen und der sozialgerichtlichen Entscheidungen die bestimmenden Maßstäbe heraus, um eine solide und erfolgreiche Rechtsanwendung durch die Leserinnen und Leser zu gewährleisten.
Grundstrukturen des SGB X und SGG
Wer sich in das Gebiet des Sozialverwaltungs- und Sozialgerichtsverfahrens (SGB X, SGG) einarbeiten will, muss sich mit den Grundstrukturen dieser wichtigen Verfahrensgebiete vertraut machen. Dabei zeigt sich, dass das Sozialrecht eine wichtige Querschnittsmaterie mit Ausstrahlungswirkung in das Arbeitsrecht, das Zivilrecht, das Gefahrenabwehrrecht und sogar in das Strafrecht ist.
Aus dem Inhalt:
Dezernatsarbeit und Verhandlungsführung in der Sozialgerichtsbarkeit
Das Sozialverwaltungsverfahren
Das Vorverfahren (Widerspruchsverfahren)
Das Klageverfahren
Vorläufiger Rechtsschutz
Die Revision
Die Beschwerde
Die Anhörungsrüge
Die Erinnerung
Die Verfassungsbeschwerde
Empfehlenswert für:
Der Leitfaden verschafft Sozialrichterinnen und -richtern die nötige Arbeitserleichterung beim Berufseinstieg. Darüber hinaus unterstützt er auch Rechtsanwenderinnen und -anwender in der Anwaltschaft, in der Sozialverwaltung und in Sozialverbänden bei der Arbeit.
Wertvolle Tipps für den Berufseinstieg
Das Buch ist ein Leitfaden zum Verfahrensrecht für angehende Richterinnen und Richter der Sozialgerichtsbarkeit.
Proberichterinnen und Proberichter beim Sozialgericht befinden sich von Beginn an in einer anderen und für sie schwierigeren Situation als Richterinnen und Richter in der Kammer eines Verwaltungsgerichts. Sie müssen eigenverantwortlich und ohne die Möglichkeit einer Besprechung mit Kolleginnen und Kollegen in der Kammer Entscheidungen treffen. Dabei fehlt es beim Berufseinstieg noch an Erfahrung.
Effiziente Fallbearbeitung im Sozialgerichtsverfahren
Das Buch hilft, die Startschwierigkeiten zu überwinden. Es vermittelt Strukturen, die den beruflichen Einstieg unterstützen und als Richtschnur dienen können. Schwerpunkte der Abhandlung sind unter anderem die Dezernatsarbeit sowie die Vorbereitung und der zweckmäßig gesteuerte Ablauf der mündlichen Verhandlung.
Arbeitserleichterung statt Arbeitsfrust
Der Autor ist seit vielen Jahren in der Sozialgerichtsbarkeit tätig und weiß, wo der Schuh drückt. Er zeigt, wie man die Akten in angemessener Zeit vom Tisch bekommt, ohne dass sie einem über den Kopf wachsen. Der Leitfaden verschafft Sozialrichterinnen und Sozialrichtern die nötige Arbeitserleichterung beim Berufseinstieg.